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Wissen: Fütterungstipps
 
 
Die Fütterung des Hundes bei Magen-Darm-Erkrankungen

von Tierarzt Dr. Schulze Lammers, Fachtierarzt für kleine Haustiere, Mannesmannstraße 11, 58455 Witten


Ziel der Diätfütterung

Das Ziel der Fütterung einer speziellen Magen-Darm-Diät ist die Versorgung mit einem leichtverdaulichen und gut resorbierbaren Futter, mit dem der Nährstoffbedarf gedeckt ist, ohne dass der Magen-Darm-Trakt übermäßig belastet wird.
 

Anfangs sollte bei Durchfall jegliche Nahrung für 1-2 Tage entzogen werden. Wasser dagegen muss in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
 

Bei vorliegendem Erbrechen sollte Wasser nur in kleinen Portionen gegeben werden, um kein erneutes Erbrechen mit zu starkem Flüssigkeitsverlust auszulösen. Auch hier sollte der Hund für 1-2 Tage nicht gefüttert werden.
 

Nach 1-2 Tagen kann langsam die normale Futtermenge wieder gefüttert werden, wobei der Hund anfangs mehrere kleine Mahlzeiten (5-6) pro Tag bekommen sollte.
 

Das Futter soll hochverdauliches Protein z. B. aus Quark oder Ei enthalten, gleichzeitig darf der Fettgehalt 15-16 % nicht übersteigen. Auch die Kohlehydrate müssen leichtverdaulich sein, wie z. B. in Form von Reis oder Dextrose. Milchzucker ist auf jeden Fall zu vermeiden. Der Rohfasergehalt muss unter 1% liegen.
 

Die einfachste Möglichkeit ist, ein Diätfuttermittel spezieller Zusammensetzung zu füttern. Dies können Sie bei uns als Trocken- oder Dosenfutter erwerben. Vorteil ist die einfachere Handhabung und die genaue Zusammensetzung. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Futter gemäß dem nachfolgenden Rezept zuzubereiten.
 

Hochverdauliche Diät:

115ml Weizengries kochen, so dass 600g Brei entstehen.

340g

Sahnequark

1

hartgekochtes Ei (50g)

2 EL (26g)

Trockenbierhefe

3 EL (45g)

Zucker

1 EL (16g)

pflanzliches Öl

1 TL (5g)

Kaliumchlorid

1 TL (4,5g)

Dikalziumphosphat

1 TL (5g)

Kalziumkarbonat


Dazu ein Präparat, das den Erhaltungsbedarf eines Hundes an allen Vitaminen und Spurenelementen deckt (z. B. Befedo Min.-Vit.-Tabletten).
 

Nach dem Abkühlen alle Zutaten gut durchmischen. Die Gesamtmenge ergibt 980g.
 

Bei Diagnose einer speziellen Erkrankung, z. B. einer bakteriellen Infektion, muss auf alle Fälle eine spezifische Therapie eingeleitet werden. Besteht die Gefahr eines übermäßigen Flüssigkeitsverlustes durch den Durchfall oder das Erbrechen, sollte der Hund ggf. Infusionen bekommen.
 

Sollte bei dem Hund eine „Kolitis˝, d. h. eine Entzündung des Dickdarmes diagnostiziert werden, müssen in diesem speziellen Fall anders zusammengesetzte Futtermittel mit einem höheren Rohfasergehalt gefüttert werden.


Aus: Leitfaden für die Diätbehandlung des Kleintieres, Morris, M., Lewis, L., Hand, M

 

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