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Die Fütterung des Hundes bei Leber-Erkrankungen
von Tierarzt Dr. Schulze Lammers, Fachtierarzt für
kleine Haustiere, Mannesmannstraße 11, 58455 Witten
Ziel der Diätfütterung
Das Ziel der Fütterung einer speziellen Leberdiät
ist die Entlastung der Leberfunktionen wie z. B. Aufbau von
Glucose, Fettstoffwechsel, Umbau von Harnsäure und die
Sekretion der Gallensäuren. Gleichzeitig soll eine
Ansammlung von Ammoniak und eine übermäßige
Retention von Natrium verhindert werden.
Dazu wird dem Hund leichter verfügbare Energie, z. B.
durch Reis oder andere Kohlehydrate zugeführt. Das
Eiweiß sollte hochverdaulich sein, wie es z. B. in
Eiern oder Quark enthalten ist. Es ist empfehlenswert,
mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag zu füttern.
Die Leberwerte des Hundes sollten in regelmäßigen
Abständen kontrolliert werden, damit die Fütterung
dem Stadium der Lebererkrankung angepasst werden kann.
Empfehlenswert sind Kontrollen in 4-8-wöchigen
Abständen.
Die einfachste Möglichkeit ist, ein
Diätfuttermittel spezieller Zusammensetzung zu
füttern. Dies können Sie bei uns als Trocken- oder
Dosenfutter erwerben. Vorteil ist die einfachere Handhabung
und die genaue Zusammensetzung. Es besteht aber auch die
Möglichkeit, das Futter gemäß den
nachfolgenden Rezepten zuzubereiten.
Zu allen 3 Rezepten muss ein Präparat zugefüttert
werde, das den Erhaltungsbedarf des Hundes an allen
Vitaminen und Spurenelementen deckt (z. B, Befedo
Min.-Vit.-Tabletten).
A)
Norrnale Leberdiät:
Protein- und phosphorarme Diät
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116 g
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Rinderhackfleisch
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1
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hartgekochtes Ei (50g)
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350g
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gekochter Reis ohne Salz
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3
Scheiben (75g)
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Weißbrot, zerbröselt
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1
TL (5g)
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Kalziumkarbonat
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Das Fleisch mit dem Fett schmoren, dann alle Zutaten
vermischen. Gegebenenfalls Wasser zufügen. Die
Gesamtmenge ergibt 685g.
Wenn der Hund zu Ödemen, d. h. Wasseransammlungen in
den Geweben neigt, muss der Natriumgehalt des Futters weiter
reduziert werden.
B)
Natriumarme Leberdiät
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115g
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mageres Rinderhackfleisch
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350g
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gekochter Reis ohne Salz
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1
EL (15g)
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Pflanzenöl
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2
TL (9g)
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Dikalziumphosphat
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Fleisch schmoren, Fett nicht abschöpfen und die anderen
Bestandteile zugeben. Ergibt 490g.
Wenn das sog. „Hepatoencephale SyndromĖ, d. h. eine
Auswirkung auf die Gehirnfunktion durch unvollständig
abgebaute Eiweißbestandteile vorliegt, müssen die
Hunde eiweißarm ernährt werden.
c)
Diät beim Hepatoencephalen Syndrom
Purin- und phosphorarme, extrem eiweißarme Diät
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440g
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gekochter Reis
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2
EL (28g)
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Pflanzenöl
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1
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hartgekochtes Ei (50g)
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1/4TL (1,25g)
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Kalziumkarbonat
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1/4TL (1,25g)
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Kaliumchlorid
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Den Reis kochen, nur 1/4 TL Salz dazu, dann mit den anderen
Zutaten vermischen. Die Menge ergibt 520g.
Aus:
Leitfaden für die Diätbehandlung des Kleintieres,
Morris, M., Lewis, L., Hand, M
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