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  vom 27.09.2009
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Wissen: Fütterungstipps
 
 
Die Fütterung des Hundes bei Leber-Erkrankungen

von Tierarzt Dr. Schulze Lammers, Fachtierarzt für kleine Haustiere, Mannesmannstraße 11, 58455 Witten


Ziel der Diätfütterung

Das Ziel der Fütterung einer speziellen Leberdiät ist die Entlastung der Leberfunktionen wie z. B. Aufbau von Glucose, Fettstoffwechsel, Umbau von Harnsäure und die Sekretion der Gallensäuren. Gleichzeitig soll eine Ansammlung von Ammoniak und eine übermäßige Retention von Natrium verhindert werden.

Dazu wird dem Hund leichter verfügbare Energie, z. B. durch Reis oder andere Kohlehydrate zugeführt. Das Eiweiß sollte hochverdaulich sein, wie es z. B. in Eiern oder Quark enthalten ist. Es ist empfehlenswert, mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag zu füttern.

Die Leberwerte des Hundes sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, damit die Fütterung dem Stadium der Lebererkrankung angepasst werden kann. Empfehlenswert sind Kontrollen in 4-8-wöchigen Abständen.

Die einfachste Möglichkeit ist, ein Diätfuttermittel spezieller Zusammensetzung zu füttern. Dies können Sie bei uns als Trocken- oder Dosenfutter erwerben. Vorteil ist die einfachere Handhabung und die genaue Zusammensetzung. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Futter gemäß den nachfolgenden Rezepten zuzubereiten.

Zu allen 3 Rezepten muss ein Präparat zugefüttert werde, das den Erhaltungsbedarf des Hundes an allen Vitaminen und Spurenelementen deckt (z. B, Befedo Min.-Vit.-Tabletten).
 

A) Norrnale Leberdiät:

Protein- und phosphorarme Diät

116 g

Rinderhackfleisch

1

hartgekochtes Ei (50g)

350g

gekochter Reis ohne Salz

3 Scheiben (75g)

Weißbrot, zerbröselt

1 TL (5g)

Kalziumkarbonat


Das Fleisch mit dem Fett schmoren, dann alle Zutaten vermischen. Gegebenenfalls Wasser zufügen. Die Gesamtmenge ergibt 685g.

Wenn der Hund zu Ödemen, d. h. Wasseransammlungen in den Geweben neigt, muss der Natriumgehalt des Futters weiter reduziert werden.
 

B) Natriumarme Leberdiät

115g

mageres Rinderhackfleisch

350g

gekochter Reis ohne Salz

1 EL (15g)

Pflanzenöl

2 TL (9g)

Dikalziumphosphat


Fleisch schmoren, Fett nicht abschöpfen und die anderen Bestandteile zugeben. Ergibt 490g.
 

Wenn das sog. „Hepatoencephale SyndromĖ, d. h. eine Auswirkung auf die Gehirnfunktion durch unvollständig abgebaute Eiweißbestandteile vorliegt, müssen die Hunde eiweißarm ernährt werden.
 

c) Diät beim Hepatoencephalen Syndrom


Purin- und phosphorarme, extrem eiweißarme Diät

440g

gekochter Reis

2 EL (28g)

Pflanzenöl

1

hartgekochtes Ei (50g)

1/4TL (1,25g)

Kalziumkarbonat

1/4TL (1,25g)

Kaliumchlorid


Den Reis kochen, nur 1/4 TL Salz dazu, dann mit den anderen Zutaten vermischen. Die Menge ergibt 520g.

Aus: Leitfaden für die Diätbehandlung des Kleintieres, Morris, M., Lewis, L., Hand, M

 

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