.

   

Andreas-Blesken-Str. 5  •  58452 Witten  •  Tel.: (0 23 02) 39 03 77      

     
       
  Startseite
  Vermittlung
  Verein
  News
  Unterbringung
  Patenschaften
  Wissen
 
  > Themen-Übersicht
 
 
  Links & Sponsoren
  Kontakt
  Hunde-Mischlings-
  Ausstellung

  vom 27.09.2009
  Fundtiere der
  Stadt Witten

   
 
         
Wissen: Rund ums Tier
 
 
Tollwut

Von Vereinstierarzt Dr. med. vet. Jochen Schulze Lammers, Witten


Die Tollwut ist eine virusbedingte Infektionskrankheit des zentralen Nervensystems, die für alle Säugetiere, auch für den Menschen tödlich verläuft. Der Erreger ist ein Virus (Rhabdovirus), das sehr unempfindlich ist und sich in seiner Umgebung sehr lange hält. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch den Biss infizierter Wildtiere, z. B. Füchse; die Tollwut kann aber auch durch andere infizierte Tiere übertragen werden. Das Virus gelangt mit dem Speichel in die Wunde und wandert entlang der Nerven in des zentrale Nervensystem, bei Bissen ins Gesicht auch direkt ins Gehirn. Auf dem Weg entlang der Nervenzellen sowie auch im Gehirn findet eine starke Vermehrung statt. Erreicht das Virus das Gehirn, finden dort umfangreiche Veränderungen statt. Als Symptome treten Verhaltensänderungen, Aggressivität, Beißwut und Raserei oder Teilnahmslosigkeit und anschließend Lähmungserscheinungen auf. Die einzelne Ausprägungsform ist davon abhängig, welche Gehirnregion betroffen ist.Das Virus wandert weiterhin aus dem zentralen Nervensystem entlang der Nervenbahnen wieder in Richtung der Speicheldrüsen und wird so bei einem Biss weiter übertragen.

Die Tollwut zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten für Mensch und Tier, da sie unheilbar ist.

Erkrankte Tiere dürfen nicht behandelt werden, das Vorkommen dieser Erkrankung ist anzeigepflichtig und unterliegt staatlichen Kontrollen. Es dauert unterschiedlich lange, bis nach einem Biss durch ein tollwütiges Tier erste Anzeichen einer Erkrankung auftreten (Inkubationszeit 14-60 Tage). Die Krankheit verläuft dann in verschiedenen Ausprägungsformen über 1-8 Tage und führt zum Tod des Tieres. Nachgewiesene Tollwutfälle sind bei Katzen etwa 3-4x häufiger beschrieben als beim Hund.
Zu empfehlen ist die regelmäßige Schutzimpfung von gefährdeten Tieren, die jährlich wiederholt werden muss. Eine gesetzlich gültige Impfung besteht, wenn die Impfung mindestens 4 Wochen und höchstens 12 Monate zurückliegt.
Die Impfung dient zum einen dem Schutz des Tieres, das im Verdachtsfall ohne gültige lmpfung eingeschläfert oder zur Beobachtung in Quarantäne genommen werden muss. Wichtiger ist jedoch der Schutz des Menschen.

Bei Verdacht auf Kontakt mit einem tollwutkranken Tier sollte sofort ein Tierarzt bzw. ein Arzt aufgesucht worden.

 

 <   Zurück zur Themen-Übersicht
 

.^.  nach oben

 

 
 
     
         

  Impressum