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  vom 27.09.2009
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Wissen: Rund ums Tier
 
 
Borreliose und Borreliose-Impfung des Hundes

Von Vereinstierarzt Dr. med. vet. Jochen Schulze Lammers, Witten

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion, Hauptüberträger ist die in Deutschland weit verbreitete Zecke „Ixodes ricinusĖ.

Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Die dann einsetzenden Gelenkentzündungen lassen schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hintergliedmaßen.
Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden.

Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Die Zecke lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten.

Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst. Gefährdet sind alle Hunde, die sich in zeckenreichen Gebieten aufhalten.

Nach dem Schlupf aus dem Ei entwickelt sich die Zecke über Larven und Nymphen zum erwachsenen Parasiten. Jedes Stadium benötigt zur Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit. Zeckenlarven und Nymphen holen sich diese bevorzugt bei Wald- und Wühlmäusen, welche als Reservoir für die Borrelien dienen und selbst nicht erkranken. Auf diese Weise nimmt die Zecke schon früh die Erreger in sich auf.
Hat sich die infizierte Zecke beim Hund angesaugt, wandern die Borrelien aus dem Mitteldarm der Zecke in die Speicheldrüse. Die Erreger werden während der Blutmahlzeit aktiviert. Beim Saugen injiziert die Zecke ihren Speichel in die Haut des Wirtes und infiziert ihn so mit den Borrelien. Je länger die Zecke saugt, um so größer ist das Infektionsrisiko. Unter neuesten Versuchsbedingungen erfolgt die Infektion erst 48 Stunden nach Ansaugen der Zecke.

Da seit einigen Jahren eine Schutzimpfung in Deutschland möglich ist, kann einer Erkrankung Ihres Hundes durch Borreliose vorgebeugt werden. Der Zeckenbefall wird dadurch nicht verhindert.
Geimpft werden können Hunde ab der zwölften Lebenswoche, auch trächtige Hündinnen.
Erstimpfung: Um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muss Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden.
Der optimale Impfzeitpunkt liegt in der kalten Jahreszeit (von Oktober bis Februar). Dadurch wird rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut. Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich und sinnvoll.
Wiederholungsimpfungen: Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muss Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in jährlichem Abstand fällig.

Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z. B.

• häufiger Aufenthalt in zeckenreichen Gebieten

• für Zecken besonders „attraktiverĖ Hund

• Jagdgebrauchshund

wird empfohlen, den Impfschutz halbjährlich aufzufrischen.
Die Erreger lassen sich durch Untersuchung einer Hautprobe nachweisen. Die Behandlung einer Borreliose ist sehr aufwendig und langwierig und führt nicht immer zum Erfolg. Ein einmal infizierter Hund kann jederzeit wieder erkranken.

Eine Vorbeugung des Zeckenbefalls mit bestimmten Antiparasitika kann die Gefahr der Borrelioseinfektion erheblich mindern. Wir empfehlen die Anwendung von Exspot-Tropfen während der Zeckensaison alle 4 Wochen. Gleichzeitig wird auch ein Schutz gegen Flöhe erreicht.

 

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