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  vom 27.09.2009
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Wissen: Rund ums Tier
 
 
Die Scheinträchtigkeit der Hündin

von Tierarzt Dr. Schulze Lammers, Fachtierarzt für kleine Haustiere, Witten


Scheinträchtigkeit der Hündin - oft eine Qual für Tier und Mensch

Die Scheinträchtigkeit ist ursprünglich ein ganz natürlicher Vorgang. Bei den Wölfen, den Vorfahren unserer Hunde, diente die Scheinträchtigkeit nämlich der Arterhaltung im Rudel. Scheinträchtige Wölfinnen übernahmen die Ammenfunktion für andere, z. B. verwaiste Welpen und sicherten so deren Überleben.

Im Gegensatz zum Menschen oder anderen Haustieren steht jede nicht tragende Hündin nach ihrer Läufigkeit unter dem gleichen hormonellen Einfluss wie während einer Trächtigkeit Das heißt, es wird in beiden Fällen das Schwangerschaftsschutzhormon Progesteron gebildet. Das ist auch der Grund dafür, dass bei einer Hündin kein Schwangerschaftstest im Blut oder Urin uns beantworten kann, ob sie tragend ist oder nicht.

Die Seheinträchtigkeit tritt 4 bis 9 Wochen nach der Läufigkeit auf, wenn das Progesteron das Wachstum der Milchdrüse angeregt hat. Außerdem lässt es die Hündin träger werden und regt ihren Appetit an. Als hätte sie ihre Jungen geboren, kommt es in dieser Zeit zur Milchbildung, gesteuert durch das Hormon Prolaktin. Normalerweise bleibt die Milchproduktion gering und das Gesäuge bildet sich nach ein paar Tagen zurück. Viele Hündinnen leiden jedoch unter einer hormonellen Fehlsteuerung, und durch die fortgesetzte Prolaktinbildung kommt es zu einer anhaltenden Milchbildung. Der dadurch entstehende Druckschmerz im Gesäuge ist für die Hündin unangenehm. Zudem treten oft unerwünschte Wesensveränderungen auf, die sich in besonderer Anhänglichkeit oder gar auch ungewohnter Aggressivität äußern können.

Treten die beschriebenen „krankhaften“ Veränderungen auf, sollten Sie sich von uns eine entsprechende Behandlung für Ihre Hündin verordnen lassen:


• Bei den meisten Hündinnen verschaffen homöopathische Injektionen schnelle Abhilfe. Die Milchproduktion kommt zum Stillstand, das Gesäuge schwillt wieder ab und das Verhalten der Hündin normalisiert sich.
• Zur Unterstützung der Behandlung sollte der Besitzer Spielzeuge, welche der Hündin als Welpenersatz dienen, wegräumen und die Hündin durch viel Bewegung ablenken.
• Bei stärkeren Symptomen können auch hormonhaltige Tropfen verschrieben werden.
• Als Alternative kann auch die Kastration der Hündin empfohlen werden, die dann eine endgültige Lösung des Problems herbeiführt.


Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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