.

   

Andreas-Blesken-Str. 5  •  58452 Witten  •  Tel.: (0 23 02) 39 03 77      

     
       
  Startseite
  Vermittlung
  Verein
  News
  Unterbringung
  Patenschaften
  Wissen
 
  > Themen-Übersicht
 
 
  Links & Sponsoren
  Kontakt
  Hunde-Mischlings-
  Ausstellung

  vom 27.09.2009
  Fundtiere der
  Stadt Witten

   
 
         
Wissen: Rund ums Tier
 
 
Die Kastration der Hündin

von Tierarzt Dr. Schulze Lammers, Fachtierarzt für kleine Haustiere, Witten


Kastration bedeutet, dass in einer Operation beide Eierstöcke entfernt werden. Zusätzlich entfernen wir in dieser Operation die Gebärmutter. Eine Sterilisation, bei der nur die Eileiter abgebunden werden, ist bei der Hündin nicht üblich.


Gründe für eine Kastration

• Regelmäßig unnormal verlaufende Läufigkeiten
• Regelmäßige Scheinträchtigkeit nach der Läufigkeit
• Als Therapie einer Gebärmutterentzündung
• Bei Veränderungen an der Gebärmutter
• Zur Verhinderung unerwünschter Trächtigkeit
• Zur Therapie von Veränderungen am Gesäuge
• Mögliche Therapie eines Diabetes

Vor- und Nachteile der Kastration

Vorteile
• Einmaliger, i. d. R. komplikationsloser Eingriff
• Keine regelmäßigen Hormoninjektionen zur Läufigkeitsunterdrückung
• Keine Gefahr einer Gebärmutterentzündung
• Bei früher Kastration Verminderung des Risikos von Gesäugetumoren
• Keine Läufigkeit bzw. unerwünschte Bedeckung mehr

Nachteile
• Eventuelle Gewichtszunahme (nur, wenn die Fütterung nicht dem reduzierten Energiebedarf einer kastrierten Hündin angepasst wird)
• Eventuelle Inkontinenz (ca. 5-10%, überwiegend große Hunde, lässt sich i. d. R. medikamentös therapieren)
• Gelegentlich Fellveränderungen (bevorzugt bei langhaarigen Hunden, v. a. roter Langhaardackel, Cocker)

Zeitpunkt der Kastration

Wir empfehlen, mit der Kastration bis zum Alter von 6 Lebensmonaten zu warten, um eventuelle durch Frühkastration bedingte Wesensveränderungen oder Entwicklungsstörungen zu vermeiden.
Sinnvoll ist eine Kastration um den Zeitpunkt der ersten bzw. zweiten Läufigkeit, weil durch die Kastration die Entstehung von Gesäugetumoren um bis zu 90% reduziert wird.
Eine Kastration kann zu jedem Zeitpunkt des Zyklus durchgeführt werden.

Verlauf am OP-Tag

Die OP wird nach Terminvereinbarung am Vormittag durchgeführt. Die Hündin sollte ab dem Abend vorher nichts mehr gefressen haben. Nach einer Allgemeinuntersuchung, bei der insbesondere die Narkosefähigkeit untersucht wird, wird die Hündin zur Operation vorbereitet.
Die Operation dauert inklusive der Narkose und der
Vorbereitung ca. 1,5 bis 2 Stunden, abhängig auch von der Größe der Hündin.
Es werden sowohl die Eierstöcke als auch die Gebärmutter chirurgisch entfernt.
Nach Absprache am OP-Tag können wir im Verlauf der Narkose auch noch andere Eingriffe durchführen, wie z. B. eine Zahnsanierung, eine HD-Aufnahme, eine Ohrbehandlung usw.
Nach der Operation sollte die Hündin bis zum Aufwachen noch bei uns in der Praxis bleiben, damit wir auch die Aufwachphase komplett überwachen können. In der Regel können Sie Ihre Hündin am Nachmittag wieder abholen, in seltenen Fällen auch schon gegen Mittag.
Die OP-Wunde ist dann mit einem Pflaster versehen, und wir haben der Hündin ein Antibiotikum sowie ein Schmerzmittel gespritzt. Sie bekommen zur Sicherheit noch Zäpfchen gegen die Schmerzen mit, i. d. R. reicht aber die von uns verabreichte Injektion aus.
Zur Vorsicht geben wir auch einen Halskragen mit, den Sie der Hündin aufsetzen können, falls sie versuchen sollte, an der Wunde zu lecken.


Nachbehandlung

Am 2. Tag nach der OP führen wir eine Wundkontrolle durch, bei der nochmals ein Antibiotikum verabreicht wird. Ist die Wundheilung zufrieden stellend, werden dann etwa 8-10 Tage nach der Kastration die Fäden gezogen.
Normalerweise kann die Hündin am 2. Tag nach der Kastration wieder normal spazieren gehen und auch Treppen steigen.
Für weitere Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

 

 <   Zurück zur Themen-Übersicht
 

.^.  nach oben

 

 
 
     
         

  Impressum